Deutsch
Front in Fels und Eis Der Weltkrieg im Hochgebirge Einleitung von General der Artillerie a. D. Krafft von Dellmensingen, einst Führer des Deutschen Alpenkorps. Das Hochgebirge galt in den Kriegen früherer Zeiten meist nur als Durchzugsland. Die Kämpfe spielten sich an den Paßstraßen und auf den sie unmittelbar begleitenden Höhen ab. Ein längeres Verweilen inmitten des Gebirges fand selten statt. In diesen Verhältnissen hat der Weltkrieg gründlich Wandel geschaffen. Einerseits war das Hochgebirge dem allgemeinen Verkehr besser erschlossen oder an den Grenzen durch militärische Wegeanlagen zugänglicher gemacht worden. Andererseits hatte die Entwicklung des Alpinismus dazu geführt, daß es unzugängliche Stellen selbst in den höchsten, schroffsten und unter ewigem Eis liegenden Gebirgsteilen so gut wie gar nicht mehr gab. Ferner hatte sich auch die militärische Technik und Bewaffnung, vornehmlich bei der Artillerie, in den Staaten, die gebirgige Grenzen besaßen, immer mehr den Bedingungen des Hochgebirges angepaßt. Früher konnten nur ganz leichte Geschütze im Gebirge verwendet werden; jetzt konnte, vermöge der Unabhängigkeit des Schußbeobachters von der Feuerstellung der Geschütze mitte
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